Mit leichtem Gepäck und grossem Sensor: eine Reise zwischen Kanaren, Südamerika und Mittelmeer
Unser Mitarbeiter und ambitionierter Reisefotograf Mathias Gfeller berichtet von seinen Erfahrungen mit der Fujifilm GFX100RF während seiner Sabbatical-Reise im Frühling 2026.
Die Ausrüstung
Das Reisegepäck war minimalistisch: ein Shimoda Explore 25 Liter Rucksack als Handgepäck, Kleidung für wenige Tage – und die entscheidende Frage, welche Kamera mich begleiten sollte. Ich wollte Städte und Landschaften im weichen Licht festhalten, ohne mich mit schwerem Equipment zu belasten. Gleichzeitig sollte die Bildqualität kompromisslos sein. Die Wahl fiel auf die Fujifilm GFX 100RF: eine kompakte Mittelformatkamera mit 100-Megapixel-Sensor, reduziertem Design und einer Qualität, die weit über das hinausgeht, was man von einer Reisekamera erwarten würde.
Überraschend war, wie oft die Kamera selbst zum Türöffner wurde. Auf Exkursionen oder bei zufälligen Begegnungen kamen Menschen über das schlichte, unaufdringliche Design der Fujifilm GFX 100RF ins Gespräch: keine laute Markeninszenierung, klassische Bedienelemente, ein grosser Sucher und eine Formensprache, die neugierig macht. Oft zeigte ich, weshalb ich mit dieser Kamera reise, machte ein paar Porträts oder Szenen und teilte die Bilder später digital. So wurde die Kamera nicht nur Werkzeug, sondern auch Anlass für Begegnungen und Gespräche.
Der Reisebericht
Inselwelten voller Kontraste
Die ersten Stationen führten mich auf die kleineren Kanarischen Inseln La Palma, La Gomera und El Hierro. Besonders El Hierro, der südwestlichste Punkt der Kanaren, beeindruckte mit schroffen Klippen, steilen Küstenlinien und stillen Aussichtspunkten. Die Inseln sind ideal für alle, die Natur, Wanderungen und eine gewisse Abgeschiedenheit suchen. Fruchtbare Täler, Lorbeerwälder, windgeformte Bäume und kleine Dörfer prägen die Landschaft. Auch das Klima zeigte sich abwechslungsreich: rau, regnerisch und kühl in den Höhenlagen – wenige Fahrminuten später sommerlich warm an der Küste. Gerade diese Kontraste machten die Inseln fotografisch besonders reizvoll.
Von Europa nach Brasilien
Von den Kanaren ging es weiter über das spanische Festland nach Brasilien und Peru, und von dort in weitere südamerikanische Länder und Städte. Der Wechsel von der stillen Inselwelt in die Dichte südamerikanischer Metropolen hätte kaum grösser sein können – und bot genau jene Vielfalt, die eine Reise fotografisch spannend macht.
La Paz, Regierungssitz Boliviens und eine der höchstgelegenen Verwaltungshauptstädte der Welt, liegt auf knapp 4’000 Metern über Meer. Die Stadt ist eingebettet in eine spektakuläre Bergkulisse und lässt sich eindrucksvoll aus den Seilbahnen erleben, die wie schwebende Aussichtspunkte über das Häusermeer führen. Ich suchte gezielt nach Perspektiven, welche die Dimension und Dynamik dieser Stadt sichtbar machen. Genau hier zeigte sich die Stärke des 100-Megapixel-Sensors: feinste Details, grosser Dynamikumfang und die Freiheit, Bilder auch in grossen Formaten hochwertig auszugeben. Ich brauche unterwegs nicht viele Aufnahmen – aber jene, die ich mit nach Hause nehme, sollen in Qualität und Ausdruck überzeugen. Das fest eingebaute Weitwinkelobjektiv ist optimal auf den 100-Megapixel-Sensor abgestimmt. Mit einem Gewicht von gerade einmal 735 Gramm trägt man professionelle Bildqualität ganz unbeschwert über der Schulter und ist jederzeit einsatzbereit.
Zurück ans Mittelmeer
Zurück in Europa führte mich die Reise an Orte, die für mich grösstenteils noch unbekannt waren: Malta, Albanien und Korfu. In der angenehmen Frühsommerzeit liess ich mich treiben, ohne festes Programm und mit viel Raum für Entdeckungen. Besonders Albanien blieb mir in Erinnerung. Die wachsende touristische Aufmerksamkeit ist verständlich: klares Wasser, eine beeindruckende Küste, herzliche Gastfreundschaft, mediterrane Küche und ein ungezwungenes Lebensgefühl prägen das Land. Gerade abseits der Hauptsaison boten sich viele Momente, in denen Licht, Farbe und Atmosphäre auf natürliche Weise zusammenfanden.
Was von meiner Reise bleibt
Oft werde ich nach dem Höhepunkt einer Reise gefragt. Eine einfache Antwort darauf gibt es selten. Jeder Ort besitzt seine eigene Faszination, und meist sind es die Menschen, die einer Stadt ihr Gesicht geben. Wenn ich mich dennoch entscheiden müsste, wäre es Bolivien. Das Land steht politisch und sozial unter spürbarer Spannung; Eine immense Teuerung, Strassenblockaden, und Demonstrationen gehören vielerorts zum Alltag. Rund 60 % der Bevölkerung leben unter der nationalen Armutsgrenze. Und doch geht das Leben weiter – mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit, mit Improvisation, Würde und immer wieder mit einem Lächeln. Für mich sind es genau diese leisen, echten Momente, die eine Reise unvergesslich machen.
Mathias Gfeller
Reisen begleitet mich seit meinem 16. Lebensjahr. Neue Landschaften entdecken, fremde Städte zu Fuss erkunden, Menschen begegnen und Kulturen erleben – all das gehört für mich zu den wertvollsten Formen der Inspiration. Ferien zu Hause? Für mich kaum vorstellbar. Seit meinem ersten Lohn im Berufsleben zieht es mich immer wieder hinaus in die Welt; wann immer möglich auch für längere Auszeiten. Im Frühling 2026 war es wieder so weit: zehn Wochen unterwegs, bewusst reduziert, ohne starren Plan und mit offenem Blick für das Unerwartete.












